Definition
Eine formale, häufig mathematische oder algorithmische Darstellung, wie sich Bestandsmengen über die Zeit entwickeln, gegeben durch Nachfrage, Lieferzeiten, Wiederbeschaffungsregeln, Kosten und Beschränkungen.

Prinzip

Prinzip
Den Bestand als Systemzustand beschreiben, der von stochastischen oder deterministischen Eingaben angetrieben und durch Entscheidungsregeln gesteuert wird, um die relevanten Gesamtkosten zu minimieren oder Serviceziele zu erfüllen.

Demonstration

Demonstration
Ein kontinuierliches (Q, R)-Modell, das eine Bestellung in Größe Q auslöst, wenn der verfügbare Bestand plus Bestellungen den Meldebestand R erreicht; die Nachfrage wird als Poisson-Prozess modelliert, die Lieferzeit aus einer empirischen Verteilung gezogen.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Die einfache deterministische EOQ-Formel unverändert für Produkte mit stark variabler Nachfrage und langen, unsicheren Lieferzeiten verwenden, was zu Fehlbeständen oder übermäßigem Sicherheitsbestand führt.

Konsequenz

Konsequenz
Ermöglicht die Berechnung von Meldebeständen, Bestellmengen, Sicherheitsbeständen, erwarteten Fehlbeständen und Kostenkonflikten und unterstützt die Auswahl von Richtlinien sowie Sensitivitätsanalysen.

Umkehrung

Umkehrung
Statt Wiederbeschaffungsregeln aus Parametern herzuleiten, Modellparameter aus beobachteten Transaktionsdaten inferieren, um vergangenes Bestandsverhalten zu erklären (inverse Modellierung).

Abgrenzung

Abgrenzung
Bezieht sich auf Modelle für physische Güter und gelagerte Artikel; schließt die vollständige Produktionsplanung, Kapazitätsplanung und rein bilanziell orientierte Inventarmodelle aus, die keine Flussdynamik beschreiben.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen einfachen, geschlossenen Modellen (schnell berechenbar, begrenzte Realitätsnähe) und simulationsbasierten oder stochastischen Programmiermodellen (realistischer, rechenintensiv).

Synthese

Synthese
Ein Bestandsmodell fasst Annahmen über Nachfrage‑ und Angebotsvariabilität, Kostenstruktur und Entscheidungsregeln in einem wiederholbaren Rahmen zusammen, um Bestandsverläufe vorherzusagen und Kompromisse zu optimieren.