Definition
Ein Währungs-Swap (Cross-Currency Swap) ist eine bilaterale Vereinbarung zum Austausch von Zinszahlungen und in der Regel Nominalbeträgen in zwei verschiedenen Währungen, die den Gegenparteien ermöglicht, in einer Fremdwährung Mittel zu beschaffen oder sich gegen Währungsrisiken abzusichern und dabei FX- und Zinskomponenten zu kombinieren.
Prinzip
Prinzip
Währungs-Swaps verbinden periodische Zinszahlungen in zwei Währungen mit einem anfänglichen und abschließenden Austausch der Nominale oder einer ökonomisch äquivalenten Regelung; sie wandeln währungsdenominierte Verpflichtungen um und übertragen sowohl Zins- als auch Wechselkursrisiken zwischen den Parteien.
Demonstration
Demonstration
Firma X in Land A hat günstigere Finanzierung in Währung A, Firma Y in Land B hat günstigere Finanzierung in Währung B; sie tauschen Nominale und Zinsen: X leiht in A und swapped, um Zahlungsströme in B zu erhalten, während Y in B leiht und Zahlungsströme in A erhält, wodurch jede Partei günstigere Mittel in der gewünschten Währung erhält.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Anzunehmen, Währungs-Swaps würden FX-Risiko eliminieren, ohne zu berücksichtigen, dass Nominaltausch am Ende eine erhebliche Währungsposition erzeugt, oder Cross-Currency-Basis-Spreads, Abwicklungsconventions und Kredit-/Besicherungsimplikationen bei der Strukturierung zu ignorieren.
Konsequenz
Konsequenz
Korrekt ausgeführt sichern Währungs-Swaps die Refinanzierung in der gewünschten Währung zu wettbewerbsfähigen Konditionen, hedgen langfristige Währungsfehlanpassungen und verteilen kombinierte FX- und Zinsrisiken, wobei Gegenparteirisiken und Basisrisiken aktiv gemanagt werden müssen.
Umkehrung
Umkehrung
Die Umkehr ist ein reiner FX-Forward oder Spot-Geschäft, das Währungsbeträge zu einem einzelnen Zeitpunkt tauscht, ohne periodische Zinszahlungen, oder die synthetische Replikation eines Currency-Swaps mittels separater Zins-Swaps plus FX-Forwards.
Abgrenzung
Abgrenzung
Währungs-Swaps betreffen explizit zwei Währungen und beinhalten typischerweise Nominaltausch oder ökonomische Äquivalente; sie schließen einfache Spot-FX-Geschäfte, Einzeldatums-Forwards und rein zinsbasierte Swaps in einer Währung aus.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Es besteht Spannung zwischen der Betrachtung eines Currency-Swaps als einheitliches Instrument und dessen Zerlegung in einen FX-Forward plus zwei Zinsswaps für Bewertung, Accounting und Risikomanagement; die Zerlegung beeinflusst die Bewertung des Basis- und Kreditspreads.
Synthese
Synthese
Ein Währungs-Swap ist ein ausgehandelter Austausch von Zinszahlungen und in der Regel Nominalbeträgen in zwei Währungen, der Gegenparteien ermöglicht, Währungs- und Zinseigenschaften ihrer Verpflichtungen zu ändern; seine Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus Wechselkursen, Zinsdifferenzen und Kredit-/Basisüberlegungen.