Definition
Der geschätzte Wert am Ende einer expliziten Prognoseperiode, der den Barwert aller nachfolgenden Cashflows darstellt; im DCF wird er typischerweise mittels einer ewigen Rentenformel (Gordon) oder eines Exit-Multiplikators auf eine Kennzahl des Terminaljahres berechnet.

Prinzip

Prinzip
Erfassen des residualen wirtschaftlichen Werts eines Fortführungsunternehmens über den Prognosehorizont hinaus durch Annahmen, die ein stabiles, nachhaltiges Cashflow-Muster (konstante Wachstumsrate oder marktbasierter Exit-Multiplikator) erzeugen und mit langfristigen Fundamentaldaten übereinstimmen.

Demonstration

Demonstration
Wenn der FCF im Jahr 5 = 10 Mio., angenommene dauerhafte Wachstumsrate g = 2 % und Abzinsungssatz 8 %, dann ist der perpetuity Terminalwert = 10*(1+0,02)/(0,08-0,02) = 170 Mio.; dieser TV wird auf den Barwert diskontiert und zur PV der Prognosecashflows addiert.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Unrealistisch hohe permanente Wachstumsraten annehmen, die das Langfrist-BIP übersteigen, einen Exit-Multiplikator verwenden, der nicht zur Unternehmensgröße oder Branche passt, oder nominale und reale Raten vermischen.

Konsequenz

Konsequenz
Der Terminalwert macht oft einen großen Teil des DCF-Gesamtwerts aus; kleine Änderungen der Wachstums- oder Diskontannahmen können die Bewertung stark beeinflussen und erfordern sorgfältig begründete Terminalannahmen.

Umkehrung

Umkehrung
Das Weglassen des Terminalwerts (Annahme, dass das Unternehmen keinen Restwert hat) unterschätzt den Wert laufender Unternehmen; die Umkehr ist die Verwendung eines Liquidationswerts, wenn keine nachhaltigen operativen Bedingungen bestehen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Geeignet für Vermögenswerte mit fortlaufender, vorhersagbarer Cashflow-Erzeugung; ungeeignet für Projekte mit begrenzter Laufzeit, zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte oder Unternehmen ohne glaubwürdigen langfristigen Stabilzustand.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Wird oft mit Salvage- oder Liquidationswerten verwechselt; Spannung zwischen der Perpetuity-Methode (theoretisches Dauerwachstum) und der Exit-Multiple-Methode (marktbasierte Vergleichswerte), welche die terminale Wirtschaftlichkeit besser abbildet.

Synthese

Synthese
Der Terminalwert im DCF fasst alle nachlaufenden Cashflows in einem Einzelwert zusammen, der mittels stabiler Wachstumsannahmen oder Markt-Multiplikatoren bestimmt und durch realistische langfristige Annahmen gestützt sein muss.