Definition
Ein dokumentierter Zeitplan und Datensatz, der Bewertungsaktivitäten für bestimmte Vermögenswerte, Portfolios oder Berichtszeiträume sequenziert und Bewertungsdatum, Methoden, Eingaben, Verantwortliche, Status und Versionierung auflistet, um reproduzierbare und prüfbare Bewertungsergebnisse sicherzustellen.

Prinzip

Prinzip
Bewertungsarbeiten nach Datum, Methode, Datenquelle und Verantwortlichkeit organisieren, damit jeder berechnete Wert auf definierte Verfahren und unterstützende Daten zurückgeführt werden kann.

Demonstration

Demonstration
Ein Fondsbuchhaltungsteam führt einen vierteljährlichen Bewertungsplan, der für jedes Wertpapier Datum der Bewertung, Einsatz von Marktpreis oder Modell, Quelle der Marktdaten, zuständigen Analysten und Cut-off-Zeit aufführt; der Plan steuert den NAV-Erstellungszeitplan und die Prüfspur.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Den Bewertungsplan lediglich als Kalender zu verwenden, ohne Methode, Datenquelle oder Verantwortlichkeit zu erfassen — was zu unklaren Prüfbelegen und inkonsistenten Bewertungsansätzen bei ähnlichen Instrumenten führt.

Konsequenz

Konsequenz
Richtig eingesetzt verringert der Plan Zeitfehler, klärt Zuständigkeiten, ermöglicht eine konsistente Anwendung von Methoden über Perioden hinweg und unterstützt externe Prüfungen und regulatorische Berichte.

Umkehrung

Umkehrung
Ein ad-hoc oder nicht vorhandener Bewertungsplan führt zu inkonsistentem Timing, doppelter Arbeit, fehlenden Eingaben und schwacher Prüfbarkeit, wodurch die Wahrscheinlichkeit falscher Werte steigt.

Abgrenzung

Abgrenzung
Bezieht sich auf operative Abläufe und Dokumentation von Bewertungsaktivitäten; er ist nicht das Bewertungsmodell oder die formelle Bewertungsrichtlinie und validiert nicht allein Modellannahmen oder die Datenqualität der Märkte.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Überschneidet sich mit Begriffen wie Bewertungs‑Kalender, Preisfahrplan oder Bewertungsrichtlinie; der Plan betont Sequenzierung, Verantwortung und Aufzeichnung, während eine Richtlinie Regeln vorgibt und ein Kalender nur Daten nennt.

Synthese

Synthese
Ein Bewertungsplan ist das zeitlich geordnete Kontrollinstrument, das Bewertungsmethoden, Eingangsquellen, Fristen und Zuständige zu einem reproduzierbaren, prüfbaren Workflow für Periodenbewertungen verknüpft, wobei Unsicherheiten bei Daten berücksichtigt werden.