Definition
Die Identifikation und Berichterstattung über Beziehungen, Transaktionen und ausstehende Salden zwischen einer Einheit und Parteien, die Kontrolle, gemeinsame Kontrolle oder maßgeblichen Einfluss ausüben können (verbundene Parteien), einschließlich Geschäftsleiter, nahe Angehörige und Unternehmen unter gemeinsamer Kontrolle, um Transparenz über mögliche Interessenkonflikte und Verrechnungspreise zu gewährleisten.

Prinzip

Prinzip
Offenlegung der Art der Beziehung zu verbundenen Parteien, der Arten und Beträge der Transaktionen und ausstehenden Salden, der Bedingungen (einschließlich Garantien) sowie notwendiger Abstimmungen, damit Nutzer die möglichen Auswirkungen auf die Abschlüsse beurteilen können.

Demonstration

Demonstration
Ein Unternehmen legt Darlehen an die Muttergesellschaft offen, die Vergütung des Managements, Verkäufe an ein Unternehmen unter Kontrolle eines Geschäftsführers, ausstehende Forderungen gegenüber einem zuliefernden, von einem Gesellschafter kontrollierten Unternehmen und die Bedingungen (Zinssätze, Sicherheiten) dieser Transaktionen.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Das Unterlassen der Offenlegung einer Transaktion mit einer verbundenen Partei oder die Behandlung eines verbundenen Verkaufs als Fremdgeschäft zu Marktbedingungen, wodurch bevorzugte Konditionen oder Interessenkonflikte verborgen und Nutzer in die Irre geführt werden.

Konsequenz

Konsequenz
Nutzer können potenzielle Risiken, Verzerrungen in berichteten Ergebnissen und das Ausmaß nicht fremdüblicher Transaktionen bewerten, was die Investorenentscheidung und Governance‑Aufsicht verbessert.

Umkehrung

Umkehrung
Transaktionen mit unabhängigen Drittparteien, die strikt zu Fremdvergleichsbedingungen stattfinden, wobei außer den üblichen Transaktionsangaben keine gesonderte Offenlegung über Einfluss oder besondere Konditionen erforderlich ist.

Abgrenzung

Abgrenzung
Erfasst Parteien, die die Einheit kontrollieren, von der Einheit kontrolliert werden oder gemeinsamer Kontrolle unterliegen, Schlüsselpersonen des Managements und deren nahe Angehörige sowie Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss; schließt routinemäßige Transaktionen mit unabhängigen Dritten zu Marktbedingungen aus.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung besteht darin, einen Vertragspartner als verbunden einzustufen (mit weitreichenden Offenlegungspflichten) oder als Drittpartei zu behandeln, wenn vertragliche Unabhängigkeit scheinbar vorliegt; oft entscheidet die tatsächliche Einflussnahme mehr als die rechtliche Form über die Offenlegungspflicht.

Synthese

Synthese
Die Offenlegung verbundenener Parteien ist die explizite Darstellung von Beziehungen und Transaktionen, die die Beurteilung der finanziellen Lage oder Leistung einer Einheit beeinflussen könnten, damit Stakeholder erkennen, wo Einflussnahme oder besondere Konditionen die wirtschaftliche Realität verändern können.