Definition
Bewertungsmultiplikatoren, die aus Marktpreisen und ausgewiesenen Finanzkennzahlen börsennotierter Unternehmen berechnet werden (z. B. EV/EBITDA, KGV, EV/Umsatz) und als Benchmarks für Vergleichsbewertungen dienen.
Prinzip
Prinzip
Öffentliche Marktpreise spiegeln die Konsensbewertung für minderheitliche, liquide Beteiligungen wider; durch Skalierung dieser Preise mit finanziellen Bezugsgrößen (Gewinn, Umsatz, EBITDA) entstehen Verhältniszahlen, die auf vergleichbare Ziele angewandt werden können.
Demonstration
Demonstration
Berechnen Sie den Median des EV/EBITDA einer Peer‑Gruppe börsennotierter Einzelhändler im letzten Quartal und wenden Sie dieses Multiple auf das normalisierte EBITDA des Zielunternehmens an, um eine Unternehmenswertschätzung zu erhalten.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Verwendung von Multiples illiquider oder sehr volatiler Aktien ohne Glättung oder Anwendung von Aktienmultiples (KGV) auf Unternehmensgrößen (EBITDA) ohne Umrechnung der Bezugsgrößen, was zu inkonsistenten Bewertungen führt.
Konsequenz
Konsequenz
Bietet einen zeitnahen Marktbenchmark, der Anlegerstimmung und Liquiditätsprämien einfängt; nützlich für schnelle Bewertungen, relative Leistungsanalysen und Markt‑Signale.
Umkehrung
Umkehrung
Transaktionsmultiples aus abgeschlossenen Deals, die typischerweise Kontrollprämien, Synergien und transaktionsspezifische Anpassungen enthalten und sich daher von Trading‑Multiples unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
Geeignet, wenn das Bewertungsobjekt mit frei gehandelten Unternehmen vergleichbar ist und Marktpreise zuverlässig sind; nicht geeignet für private Unternehmen ohne öffentliche Peers, extrem illiquide Aktien oder bei Marktverwerfungen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zwischen Trading‑Multiples (minderheits‑, liquiditätsbezogene Preise) und Transaction‑Multiples (Kontrollpreise, verhandelt) sowie zwischen kurzfristigem Marktvergleich und langfristiger fundamentaler Bewertung.
Synthese
Synthese
Trading‑Multiples verdichten aktuelle öffentliche Marktbewertungen zu Kennzahlen, die bei sorgfältiger Anwendung und Anpassung an strukturelle Unterschiede eine zeitgerechte relative Wertschätzung ermöglichen.