Definition
Der Prozess zur Schätzung des inneren Werts des Eigenkapitals eines Unternehmens (Aktien) mithilfe finanzieller Analyse, Prognosen und Bewertungsmodelle zur Unterstützung von Investitions-, Corporate-Finance- oder regulatorischen Entscheidungen.

Prinzip

Prinzip
Wert ist der Barwert der erwarteten künftigen Vorteile für Eigenkapitalgeber; Bewertung übersetzt Prognosen und Risiken in eine aktuelle Preisabschätzung oder Bandbreite.

Demonstration

Demonstration
Ein Analyst prognostiziert Free Cash Flows to Equity für fünf Jahre, modelliert einen Terminalwert, diskontiert mit den Kapitalkosten des Eigenkapitals und ermittelt einen inneren Wert je Aktie zum Vergleich mit dem Marktpreis.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Die Verwendung von inkonsistenten Prognosezeiträumen, unangemessenen Diskontierungsraten oder selektierten Vergleichsunternehmen, die die Schätzung zugunsten einer vorgefassten Investmentthese verzerren.

Konsequenz

Konsequenz
Richtig durchgeführt unterstützt die Eigenkapitalbewertung die Kapitalallokation, die Preisfindung bei Transaktionen und die Risikobeurteilung durch eine begründbare Schätzung des fairen Werts.

Umkehrung

Umkehrung
Das Gegenteil ist die Marktpreisfindung ohne fundamentale Analyse: Preis wird als Wert angenommen und unterstellt, dass firmenbezogene Cashflows und Risiken irrelevant sind.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt für den residualen Anspruch der Eigentümer an Vermögen und künftigen Erträgen; schließt Unternehmensbewertung ohne Umrechnung zu Eigenkapital, Optionspreisbestimmung und bilanziellen Buchwerten aus, die Markterwartungen ignorieren.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen modellgetriebener innerer Bewertung und marktbasierten Preisen; Modelle können präzise Zahlen liefern, die jedoch erhebliche Prognoseunsicherheit verschleiern.

Synthese

Synthese
Die Eigenkapitalbewertung verbindet Unternehmensprognosen, Risikodiskontierung und Modellprüfungen zu einer begründeten Schätzung dessen, was Aktieninhaberschaft heute für Investoren wert ist.