Definition
Eine finanzielle Berechnung, die das Absatzvolumen oder den Umsatz ermittelt, bei dem die Gesamterlöse den Gesamtkosten entsprechen und somit kein handelsrechtlicher Gewinn entsteht; üblicherweise als verkaufte Einheiten oder Umsatzbetrag am Break-Even-Punkt dargestellt.
Prinzip
Prinzip
Gesamte Fixkosten plus gesamte variable Kosten gleich den Gesamterlösen setzen und die Unbekannte (Menge oder Preis) mithilfe des Stückdeckungsbeitrags oder des Deckungsbeitragsverhältnisses auflösen.
Demonstration
Demonstration
Beispiel: Fixkosten = 50.000 $; Verkaufspreis pro Einheit = 20 $; variable Kosten pro Einheit = 12 $. Deckungsbeitrag pro Einheit = 8 $. Break-Even-Menge = 50.000 / 8 = 6.250 Einheiten. Break-Even-Umsatz = 6.250 × 20 $ = 125.000 $.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Verwendung historischer Durchschnittskosten ohne Trennung von fixen und variablen Anteilen, Anwendung des linearen Modells außerhalb des relevanten Bereichs, Ignorieren des Produktmixes oder von Kapazitätsgrenzen, oder falsche Interpretation des Break-Even als Nachfrageprognose statt als Planungsgrenze.
Konsequenz
Konsequenz
Bei korrekter Anwendung liefert es ein Zielvolumen oder Umsatzziel, unterstützt Preis- und Kostenkontrollentscheidungen und ermöglicht Sensitivitätsanalysen wie Sicherheitsmarge und Szenarioplanung.
Umkehrung
Umkehrung
Umkehr: Statt die Menge zu berechnen, die null Gewinn ergibt, den Gewinn bei gegebener Menge berechnen oder den Preis bzw. die Fixkostenniveaus bestimmen, die für einen angestrebten Gewinn erforderlich sind.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gültig für die kurzfristige Planung innerhalb eines relevanten Bereichs, in dem variable Kosten pro Einheit und Preise als konstant angenommen werden; schließt langfristige strategische Änderungen, nichtlineares Kostenverhalten, Bestandszeitpunkte und externe Nachfrageeffekte aus.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Es besteht eine Spannung zwischen buchhalterischem Break-Even (null buchhalterischer Gewinn) und ökonomischem Break-Even (inklusive Opportunitätskosten) sowie zwischen Break-Even und Begriffen wie Sicherheitsmarge oder Abschaltpunkt; diese Begriffe überschneiden sich, beantworten aber unterschiedliche Managementfragen.
Synthese
Synthese
Die Break-Even-Analyse nutzt Annahmen zum Kostenverhalten und Deckungsbeitragsberechnungen, um das Absatzvolumen oder den Umsatz zu finden, bei dem der Gewinn null ist, und dient als einfaches Planungs- und Entscheidungsinstrument unter linearen, stabilen Bedingungen.