 ##  [Geschäftswert (Bilanzierung)](/de/node/55330) 

 Definition

Ein immaterieller Vermögenswert, der den Überschuss des bei einem Unternehmenszusammenschluss gezahlten Entgelts über den beizulegenden Zeitwert des anteiligen identifizierbaren Nettovermögens darstellt; er spiegelt nicht trennbare Werte wie zusammengeführte Belegschaften, Synergien und Reputation wider.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Entsteht nur bei Erwerb, wenn der Kaufpreis den beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Nettovermögenswerte übersteigt; nicht für intern erzeugten Goodwill anzusetzen und nach aktuellen Standards in der Regel nicht zu amortisieren, sondern auf Werthaltigkeit zu prüfen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Unternehmen A erwirbt Unternehmen B für 5.000.000. Der beizulegende Zeitwert der identifizierbaren Nettovermögenswerte von B beträgt 4.200.000; Goodwill in Höhe von 800.000 (5.000.000 − 4.200.000) wird als residualer immaterieller Vermögenswert bilanziert.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Goodwill routinemäßig zu amortisieren, obwohl Standards Werthaltigkeitstests verlangen, oder intern generierten Markenwert ohne Unternehmensübernahme als Goodwill zu aktivieren.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Die Erfassung von Goodwill erhöht das Vermögen ohne entsprechende separierbare Rechte; da er nicht routinemäßig abgeschrieben wird, führen anschließende Werthaltigkeitstests zu periodenbezogenen Aufwendungen, die erhebliche Einmalverluste und Auswirkungen auf Eigenkapital und Profitabilität auslösen können.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Die Umkehr bestünde darin, Goodwill systematisch über eine feste Periode zu amortisieren, wodurch gleichmäßigere periodische Aufwendungen statt volatiler Wertminderungen entstünden; umgekehrt ist die Rückgängigmachung einer Goodwill‑Wertminderung nach IFRS verboten und in anderen Rahmen begrenzt.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Entsteht ausschließlich bei Unternehmenszusammenschlüssen als Residual der Kaufpreisallokation; schließt identifizierbare immaterielle Vermögenswerte (die separat erfasst werden), intern erzeugten Goodwill und eigenständige Markenbewertungen außerhalb von Akquisitionen aus.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Wird oft mit 'immateriellem Vermögenswert' oder 'Markenwert' verwechselt; der entscheidende Unterschied liegt in Separierbarkeit und Entstehung — Goodwill ist ein nicht separierbarer Residualwert aus einer Akquisition, andere Immaterielle sind identifizierbar und an spezifische Rechte oder Cashflows gebunden.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Goodwill ist die akquisitionsbedingte, nicht separierbare Prämie, die über die identifizierbaren Nettovermögenswerte hinaus gezahlt wurde; er wird nur bei Erwerb aktiviert und anschließend durch Werthaltigkeitstests statt planmäßiger Amortisation bewertet, und fasst erwartete Synergien, zusammengeführte Ressourcen und sonstige nicht identifizierbare Vorteile zusammen.