 ##  [Kernkapital Stufe 1 (CET1)](/de/node/55244) 

 Definition

Die hochwertigste Komponente des aufsichtsrechtlichen Kapitals, die hauptsächlich aus Stammaktien, einbehaltenen Gewinnen und sonstigem Ergebnis nach den vorgeschriebenen regulatorischen Abzügen und Anpassungen besteht; abgekürzt CET1.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Die erste Verlustabsorptionsschicht durch Instrumente bereitstellen, die dauerhaft sind, gegenüber Einlegern und ungesicherten Gläubigern nachrangig sind und Verluste sofort absorbieren können, sobald sie auftreten.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

CET1 entspricht typischerweise dem berichteten Stammaktionärseigenkapital abzüglich regulatorischer Abzüge wie Geschäfts- und Firmenwert, immaterielle Vermögenswerte und bestimmte latente Steueransprüche; Regulatoren veröffentlichen die CET1‑Quote = CET1 / RWAs.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Einbeziehung von Minderheitsbeteiligungen, voraussehbaren, noch nicht erklärten Dividenden oder immateriellen Vermögenswerten in CET1 oder das Unterlassen obligatorischer regulatorischer Abzüge und Übergangsregelungen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Eine robuste CET1‑Position zeigt primäre Verlustabsorptionsfähigkeit, stützt das Marktvertrauen und ist zentral für aufsichtsrechtliche Kapitalbewertungen sowie Ausschüttungsbeschränkungen bei Rückgang der Quoten.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Additional Tier 1‑ und Tier 2‑Instrumente sind nachrangig oder hybrid und ersetzen CET1 nicht; eine Umkehrung der Rollen würde die Verlustabsorptionsfähigkeit auf Kernebene schwächen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

CET1 ist engeingeschränkt durch aufsichtsrechtliche Rahmen (z. B. Basel) definiert und schließt Instrumente aus, die keine Permanenz oder Going‑Concern‑Verlustabsorptionsfähigkeit besitzen oder nicht vollständig zur Verlustabsorption verfügbar sind; bilanzielles Eigenkapital kann sich nach Anpassungen unterscheiden.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Es besteht Spannung zwischen handelsrechtlichem/bilanziellem Eigenkapital und CET1, da regulatorische Anpassungen (Abzüge, prudenzielle Filter) das ausgewiesene Eigenkapital für Aufsichtszwecke wesentlich verändern können.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

CET1 ist das Kernkapital höchster Qualität — Stammkapital nach regulatorischen Anpassungen — das als primärer Puffer gegen Verluste dient und die Grundlage der aufsichtsrechtlichen Kapitaladäquanz bildet.