 ##  [Vega (Option)](/de/node/55174) 

 Definition

Die partielle Ableitung des Optionspreises bezüglich der impliziten Volatilität (oder Modellvolatilität); sie misst, wie stark sich der Optionswert bei einer kleinen Änderung der Volatilität ändert und quantifiziert damit die Volatilitätsexposition.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Sensitivität gegenüber impliziter Volatilität ausdrücken, damit Händler Expositionen, die sich aus Änderungen der Markterwartung für zukünftige Volatilität ergeben, bewerten und absichern können; Vega ist typischerweise für At-the-Money- und längerlaufende Optionen am größten.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Eine ATM-Option mit einjähriger Laufzeit und Vega 0,20 ändert ihren Wert um etwa $0,20 bei einer Änderung der impliziten Volatilität um einen Prozentpunkt (0,01); ein Portfolio mit Netto-Vega 1.000 würde bei einer Volatilitätsbewegung von 20 Punkten (0,20) rund $200 gewinnen oder verlieren.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Anzunehmen, die implizite Volatilität bewege sich uniform über Strikes und Laufzeiten oder Vega als statisch zu behandeln; Skew und Termstruktur führen dazu, dass Volatilitätsbewegungen häufig nicht uniform sind und Vega-Expositionen sich ändern, wenn Delta und Gamma verschieben.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Richtige Vega-Management ermöglicht die Kontrolle des Volatilitätsrisikos: Strukturen können vega-neutral konstruiert, long-vega zur Profitierung bei steigender Volatilität oder short-vega zur Prämienerzielung aufgebaut werden, jeweils mit Implikationen für Finanzierung, Theta und Liquidität.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Nur auf Delta/Gamma zu fokussieren und Vega zu ignorieren lässt ein Portfolio gegenüber Abweichungen zwischen realisierter und impliziter Volatilität verwundbar; umgekehrt führt reines Vega-Trading ohne Adressierung richtungsbezogener Risiken zu unerwünschten Preisexpositionen.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Vega bezieht sich auf die Volatilitätseingabe eines Bewertungsmodells; für Produkte, bei denen Volatilität nicht der Haupt-Risikotreiber ist (z. B. forward-starting oder pfadabhängige Payoffs) oder bei Vorhandensein von Sprüngen, können alternative Volatilitätssensitivitäten sinnvoller sein.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Vega als Sensitivität gegenüber einem einzelnen skalarer Vol-Eingang vs. die Marktrealität von Skew und Termstruktur: Händler müssen Vega nach Strikes und Laufzeiten aufschlüsseln, anstatt es als einheitliche Exposure zu behandeln.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Vega quantifiziert die Exposition einer Option gegenüber Änderungen der impliziten Marktvolatilität und ist ein zentrales Werkzeug für das Design von volatilitätsorientierten Trades und Hedges; es muss jedoch unter Berücksichtigung von Strike-/Laufzeitstruktur, Skew und dynamischer Korrelation zu anderen Greeks verwaltet werden.