 ##  [Kurs‑Gewinn‑Verhältnis](/de/node/55071) 

 Definition

Ein Bewertungskennzahl, die sich aus dem Marktpreis je Aktie geteilt durch den Gewinn je Aktie (EPS) ergibt; allgemein als KGV (P/E) bezeichnet, zeigt sie, wie viel Anleger heute für eine Einheit gemeldeter Gewinne zahlen.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Der Marktpreis spiegelt diskontierte Erwartungen an zukünftige Gewinne und Risiko wider; das Teilen des Preises durch EPS ergibt das vom Markt implizierte Multiple auf gemeldete Gewinne und verbindet die Aktienbewertung mit dem den Aktionären zustehenden Nettogewinn.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Eine Aktie zum Kurs von 100 $ mit einem trailing EPS von 5 $ hat ein KGV von 20x, also zahlen Anleger das Zwanzigfache des Vorjahresgewinns je Aktie.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Nutzung des KGV ohne Anpassung der Gewinne für Ausnahmeeffekte, unterschiedliche Bilanzierungsweisen oder bei negativem/zyklisch deprimiertem EPS führt zu sinnlosen oder verzerrten Kennzahlen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Bei angemessener Normalisierung erleichtert das KGV Peer-Vergleiche, Zeitreihenbewertungen und signalisiert Marktstimmung bezüglich Wachstum und Risiko; es fließt in Renditemetriken und ergebnisbasierte Bewertungsmodelle ein.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Die Umkehrung (Gewinn/Preis) ist die Ertragsrendite, nützlich zum Vergleich mit Anleiherenditen; der Umstieg auf EV/EBITDA verlagert den Fokus von aktionärsbezogenen Nettogewinnen auf operative Unternehmensgewinne.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt nur für die Aktienbewertung und hängt von der EPS-Wahl ab (basic, diluted, adjusted, forward); schließt Fremdkapitalansprüche und außerbilanzielle Risiken aus und ist bei volatilen oder negativen Gewinnen unzuverlässig.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Spannung zwischen KGV und Unternehmenswert-Multiples: Das KGV reflektiert aktionärsspezifische Gewinne und ist sensibel gegenüber Kapitalstruktur und Besteuerung, während EV-basierte Multiples kapitalstrukturneutraler sind und operative Ergebnisse fokussieren.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Das KGV ist ein leicht verständliches Aktienmultiple, das Kurs und Gewinn je Aktie verknüpft; es ist nützlich für Vergleiche, wenn Gewinne stabil und vergleichbar sind, erfordert jedoch Anpassungen bei buchhalterischen und zyklischen Verzerrungen.